Grundprinzipien des Datenschutz

Rechtmäßigkeit
Personenbezogene Daten dürfen nur verarbeitet werden, wenn dafür eine gesetzliche Grundlage besteht, z. B.:
- Einwilligung der betroffenen Person
- Vertragserfüllung
- gesetzliche Pflicht
- berechtigtes Interesse

Treu & Glauben
Die Verarbeitung muss fair, nachvollziehbar und ohne Täuschung erfolgen. Betroffene dürfen nicht unangemessen benachteiligt oder überrascht werden.
Beispiel:
Ein Autolieferer darf die Lieferadresse nutzen, um ein Auto zuliefern (rechtmäßig).
Er darf die Adresse aber nicht heimlich an Werbefirmen verkaufen

Transparenz
Transparenz Im Datenschutz bedeutet, dass betroffene Personen klar, verständlich und leicht zugänglich darüber informiert werden, welche personenbezogenen Daten erhoben, verarbeitet, gespeichert oder weitergegeben werden und zu welchem Zweck dies geschieht.

Zweckbestimmung
Zweckbestimmung (Zweckbindung) bedeutet, dass personenbezogene Daten nur für den vorher festgelegten und rechtmäßigen Zweck verwendet werden dürfen, für den sie erhoben wurden
Beispiel:
Ein Online-Shop erhebt die Adresse eines Kunden, um eine Bestellung zu liefern. Die Adresse darf nicht ohne Rechtsgrundlage oder Einwilligung für Werbezwecke an andere Unternehmen weitergegeben werden.

Datenminimierung
Datenminimierung bedeutet, personenbezogene Daten auf das für den jeweiligen Verarbeitungszweck notwendige Maß zu beschränken.
Beispiel:
Für einen Newsletter reicht meist die E-Mail-Adresse. Das Geburtsdatum oder die Wohnadresse müssen dafür nicht abgefragt werden

Integrität
Integrität im Datenschutz bedeutet den Schutz personenbezogener Daten vor unbefugter oder unbeabsichtigter Veränderung, sodass ihre Richtigkeit und Vollständigkeit erhalten bleibt.
Beispiel:
Unternehmen schützen Daten durch Passwörter, Verschlüsselung, Zugriffsrechte oder regelmäßige Datensicherungen.

Speicherdauer
Speicherdauer (Speicherbegrenzung) bedeutet, personenbezogene Daten nur so lange aufzubewahren, wie sie für den festgelegten Zweck benötigt werden.
Beispiel:
Ein Unternehmen speichert Bewerbungsunterlagen nur für die Dauer des Bewerbungsverfahrens. Nach Abschluss des Verfahrens müssen die Daten gelöscht werden, sofern keine Einwilligung für eine längere Speicherung vorliegt.

Vertraulichkeit
Vertraulichkeit im Datenschutz bedeutet, dass personenbezogene Daten vor unbefugtem Zugriff geschützt sind und nur berechtigten Personen zugänglich gemacht werden.
Beispiel:
Ein Unternehmen schützt Kundendaten durch Passwörter, Verschlüsselung und Zugriffsberechtigungen, sodass nur autorisierte Mitarbeiter darauf zugreifen können.

Dokumentation
Kurzdefinition:
Dokumentation im Datenschutz bedeutet die systematische Erfassung und Aufbewahrung von Informationen, um die Einhaltung der Datenschutzvorschriften nachweisen zu können.
Beispiele für Dokumentation:
- Verzeichnis der Verarbeitungstätigkeiten
- Datenschutzrichtlinien und -konzepte
- Einwilligungen von Betroffenen
- Protokolle über Datenschutzvorfälle
- Nachweise über technische und organisatorische Maßnahmen

Ziel des Datenschutzes: